Leo Lauscher

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Die Autoren erzählen

Diesen Monat mit Willi Weitzel über seine Hörspielserie “Willi wills wissen”

Willi Weitzel

Hallo Willi, wie waren die Hörspielaufnahmen?
Willi: Die haben richtig Spaß gemacht! Wenn ich die Texte im Studio einlese, also in einem schalldichten Aufnahmeraum, entstehen in meinem Kopf richtige Bilder dazu.

Was ist denn der Unterschied zwischen den Hörspielen und deiner Fernsehserie?
Willi: Bei den Aufnahmen für die Hörspiele wird mehr schauspielerisches Talent von mir erwartet als bei den Fernsehaufnahmen. Klar, die Hörspiele werden ja nach einem festgelegten Buch eingesprochen, also gespielt. Das ist für mich eine neue Herausforderung.

Erzählst Du uns, wie ein Hörspiel entsteht?
Willi: Im fertigen Hörspiel klingt es immer so, als würde ich mich mit allen möglichen Leuten unterhalten, zum Beispiel mit den Römern, dem Besitzer einer Ritterburg, oder dem Zahnarzt. Dabei sitze ich ganz alleine im Studio.

Das klingt eigentlich ziemlich langweilig.
Willi: ... ist es ganz und gar nicht! Damit es gut rüberkommt, muss ich mich in die Rollen meiner Gesprächspartner hineinversetzen. Ich muss mir überlegen, was das wohl für Menschen sind und wie ich mich mit ihnen unterhalte. Das ist nicht so leicht. Dann spreche ich meine Sätze ins Mikrofon, oft mehrmals, bis sie schließlich gut klingen.

Wie geht es dann weiter?
Willi: Wenn alle Aufnahmen fertig sind, schneidet ein Tontechniker meine Aufnahmen mit den Aufnahmen der anderen Sprecher zum Dialog. Anschließend werden Geräusche unter die Dialoge gelegt, damit es so wirkt, also ob wir unterwegs waren und ich die anderen Personen irgendwo getroffen habe. Aber fragen wir doch mal den Regisseur der Hörspiele, Florian: Warum hast Du nicht einfach alle Schauspieler auf einmal im Tonstudio zusammengebracht? Dann hätten wir die Geschichte zusammen einsprechen können!

Florian: Das hat einen einfachen Grund, Willi: Es wäre sehr kompliziert, alle Schauspieler an einem Tag im Tonstudio zu versammeln. Manche kommen aus Berlin, andere wiederum aus Köln oder München. Deshalb nehmen wir Dich hier in München einzeln auf. Anschließend fahren wir zu den anderen Sprechern und lassen sie dort ebenfalls einzeln einsprechen.
Willi: Ich durfte meinen Text als erster einsprechen, richtig? Bekommen die anderen Sprecher meine Takes dann auf die Ohren?

Florian: Nein, das nicht. Aber ich weiß ja ungefähr, wie Du gesprochen hast. Ich spreche den anderen Sprechern also Deinen Text vor, so dass sie darauf reagieren können. Die meisten sind zudem erfahren genug, um zu wissen, wie sie an welche Sätze anschließen müssen. Ich habe aber auch eine Frage an Dich, Willi. Gab es denn eine Geschichte, die Dir besonders viel Spaß gemacht hat?

Willi: Das ist schwer zu sagen. Wir haben viele tolle Geschichten aufgenommen. Ich denke, dass mir die Reise zu den Rittern am besten gefallen hat. Im Zoo unterwegs zu sein war auch super! Der Affe, der zu hören ist, ist übrigens von mir!

Eine Frage an die Autorin der Hörspiele, Jessica: Wie lange schreibst Du denn an einem Buch, das später zum Hörspiel wird?
Jessica: Das ist ganz unterschiedlich. Bevor ich mit schreiben loslegen kann, muss ich mich in das jeweilige Thema einarbeiten. Ich sehe mir die dazugehörige Fernsehfolge an, lese Bücher zum Thema und informiere mich im Internet. Insgesamt zwei Wochen?

Bei den Geschichten mit den Römern und den Rittern musstest Du in der Vergangenheit recherchieren und viele alte Namen und Daten auftreiben. Was hat Dir am meisten geholfen?
Jessica: Ich habe zum Beispiel mit einem echten Römer-Fan telefoniert, der regelmäßig an Römertreffen teilnimmt. Er konnte mir sehr viel über diese Zeit erzählen, da er sich in seiner Freizeit ständig mit den Römern beschäftigt.

Die letzte Frage geht an Willi: Willi, was wünschst Du dir?
Willi (lacht): Mein Wunsch ist es, dass Euch die Hörspiele genauso gut gefallen wie mir!